Servus, Namaste & Tashi Delek!

Ich bin 33 Jahre alt und habe 2017 während des Three Passes Trekkings in Nepal meine Leidenschaft für die Berge entdeckt. Da ich gebürtig aus Norddeutschland aus dem Flachland komme, hat es leider ein wenig gedauert. Nach mehreren Zwischenstationen lebe ich nun am wunderschönen Bodensee in Kreuzlingen in der Schweiz.

Trekken, Bergsteigen und insbesondere Höhenbergsteigen sind seit 2017 zum Mittelpunkt meines Lebens geworden. Mich reizt das Abenteuer und die sportliche Herausforderung. Auf einem Gipfel zu stehen, gibt mir das ultimative Gefühl von Freiheit. An meine Grenzen zu gehen und zu spüren, wozu der menschliche Körper fähig ist, gibt mir enorme Befriedigung.

“It is not the mountain we conquer, but ourselves.” - Sir Edmund Hillary. Dieser Satz beschreibt, was Bergsteigen für mich bedeutet. Es geht darum sich selbst zu bezwingen und seine Grenzen zu verschieben, ohne diese zu überschreiten.

Der Traum irgendwann einmal selbst Touren zu organisieren hat sich nach 2017 sehr schnell in meinem Kopf festgesetzt. Mit Himalayan Yogi Adventure habe ich hierfür den richtigen Partner gefunden.

Meine Entwicklung

Meine Leidenschaft für die Berge wurde in Nepal im Everest-Gebiet entfacht, als ich dort 2017 das erste Mal zum Trekken war. Ich war zuvor nie irgendwo im Hochgebirge gewesen. Berge wie der Pumori, Nuptse, Lhotse, Cholatse oder die Ama Dablam haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen und den Wunsch entstehen lassen irgendwann selbst einmal die grossen Berge im Himalaya besteigen zu wollen. Auf diesem Trek überschritt ich die drei hohen Pässe Kongma La, Cho La und Renjo La mit absolut spartanischer Ausrüstung in Jogging-Hose. Es funktionierte irgendwie und ich hatte das Gefühl, dass ich möglicherweise keine schlechten körperlichen Vorrausetzungen mitbringe für die Höhe, insbesondere bezüglich der mentalen Komponente.

2018 kam ich dann direkt wieder zurück nach Nepal und bewunderte zum ersten Mal das Annapurna- sowie das Manaslu-Massiv mit seinen 7000- und 8000ern. Berge wie der Manaslu, Ngadi Chuli, Himal Chuli, Khangsar Kang, Annapurna II, Annapurna III oder der Kang Guru beeindruckten mich nachhaltig. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch kein Bergsteiger und ich wollte zunächst möglichst viele hohe Pässe besteigen, um möglichst viel Erfahrung in der Höhe zu sammeln. Hinzu zu meiner Liste kamen in diesem Jahr der Kang La, Thorong La, Rui La und der Larkya La. In diesem Jahr lernte ich auch Himalayan Yogi Adventure kennen. Achut war als Trekking-Guide mit uns unterwegs. Ich war sehr beeindruckt von seiner warmherzigen Art, seiner Professionalität sowie seinem Mindset. Es passte einfach auf Anhieb mit meinen eher wilden und abenteuerlustigen Vorstellungen zusammen. Wir rannten jeden Hügel oder Pass hoch, der uns auf unserer Tour in den Sinn kam.

Dann folgte Corona und ich fokussierte mich ganz auf die Alpen und darauf die technischen Fähigkeiten des Bergsteigens zu erlangen. Ich absolvierte einen Hochtourenkurs am Grossvenediger und begann anschliessend sehr schnell damit eigenständig Hochtouren zu planen und durchzuführen. Leute hierfür lernte ich grösstenteils über Facebook-Gruppen kennen. Ich steigerte mich in den Jahren von 2019 bis 2022 kontinuierlich bis ich schliesslich auch in der Lage war, anspruchsvolle und lange Touren wie beispielsweise die Überschreitung des Piz Bernina über den Biancograt oder die Lyskamm-Traverse durchzuführen. Ich merkte, dass vor allem lange konditionell sehr fordernde Touren sowie Firn- und Felsgrate mein Ding sind. Während dieser Zeit setzte ich mir das Ziel nach Corona meinen ersten 6000er zu besteigen.

2022 war es dann endlich soweit. Ich kündigte meinen Job und nahm mir eine 6-monatige Auszeit. Dann kontaktierte ich Sudeep von Himalayan Yogi Adventure und schilderte ihm meinen Plan. Mera Peak, Island Peak und Lobuche East in etwas weniger als 30 Tagen war das sportliche Ziel. Sudeep überlegte nicht lange und wir begannen mit der Ausarbeitung des konkreten Schedules. Letztendlich erreichten wir nach 27 Tagen Lukla nach der erfolgreichen Besteigung aller Gipfel sowie der Pässe Amphu Lapcha, Mera La, Kongma La, Cho La sowie Renjo La.

Zwei Monate später war ich dann am Pik Lenin in Kirgistan mit SaryVenture aus der Schweiz. Durch meinen Nepal-Trip noch gut akklimatisiert gelang mir der Gipfelerfolg. Hier schleppte ich meine gesamte Ausrüstung von knapp 25 Kilogramm bis ins Camp 3 auf 6.100 Meter. Dies war zu diesem Zeitpunkt das Anstrengendste, was ich in meinem Leben je getan hatte. Aber bereits zwei Monate zuvor in Nepal schon entwickelte ich den Anspruch meine Ziele möglichst eigenständig und aus eigener Kraft zu erreichen.

2023 wollte ich dann meinen ersten 7000er zusammen mit Himalayan Yogi Adventure besteigen. Wieder kombinierten wir Trekking und Bergsteigen und kreierten gemeinsam einen Schedule, der den Chulu Far East als Akklimatisierungs-Gipfel und anschliessend den Himlung Himal als Hauptziel beinhaltete. Ziel war es bereits gut akklimatisiert am Himlung einzutreffen, die Rotation möglichst zu vermeiden und schnell den Auf- und Abstieg durchzuführen. Unsere Idee war die richtige und führte zum Erfolg.

Zurück in der Heimat reifte der Gedanke, dass der Zeitpunkt meine Leidenschaft nicht nur privat ausleben zu wollen, gekommen war. Ich fragte Sudeep, ob er sich vorstellen könne, zusammen mit mir in Zukunft Expeditionen zu organisieren, bei denen wir gemeinsam als Veranstalter agieren. Ziemlich schnell bekam ich hierauf eine positive Antwort von ihm, was für mich eine grosse Ehre war und ist. 

Die erste gemeinsame Expedition von Marius Mountaineering und Himalayan Yogi Adventure als Veranstalter im Jahr 2025 fand leider nicht statt, da wir nicht genug Teilnehmer finden konnten. Wir sind aber hartnäckig und halten an unseren Zielen fest. Im Jahr 2026 starten wir deswegen den nächsten Versuch.

Die Zukunft

Ich bin Sudeep sehr dankbar für die Möglichkeit, zusammen mit ihm meinen Traum zu verwirklichen. Unsere Zusammenarbeit basiert auf großem gegenseitigem Respekt als Bergsteiger und wir haben eine gemeinsame Vision. Wir möchten Expeditionen anbieten, die uns als Bergsteiger ansprechen und Pionierarbeit in Nepal leisten. Wir wollen einzigartige und herausfordernde Erlebnisse bieten und neue Gipfel und Routen erschliessen. Mein langfristiges Ziel ist es, mehr Expeditionen anzubieten und diese Tätigkeit irgendwann hauptberuflich ausüben zu können. Derzeit arbeite ich hauptberuflich in einer IT-Firma in der Schweiz, wohin ich im Oktober 2022 ausgewandert bin. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und bin sehr motiviert und zuversichtlich, dass wir in den nächsten Jahren interessante Unternehmungen realisieren werden.

Bergsteiger-CV

2017: Three Passes & Langtang Valley

2018: Annapurna Circuit, Annapurna Basecamp, Nar Phu Valley & Manaslu Circuit

2019: Besteigung aller 4000er in Marokko

2020 & 2021: Corona-Pause & Fokus auf die heimischen Alpen (3000- & 4000er - Fokus auf Hochtouren)

04/2022: Erfolgreiche Besteigungen Mera North (6.476 M), Island Peak (6.165 M) & Lobuche East (6.119 M) in Nepal

07/2022: Erfolgreiche Besteigung Pik Lenin (7.134 M) in Kirgistan

2023: Erfolgreiche Besteigungen Chulu Far East (6.059 M) & Himlung Himal (7.126 M) in Nepal

2024: Erfolgreiche Besteigungen Pisang West (6.060 M), Chulu West (6.419 M) & Thorong Peak (6.144 M) in Nepal

2025: Erfolgreiche Besteigung Putha Hiunchuli (7.246 M)

Himalayan Yogi Adventure

Himalayan Yogi Adventure ist mein zuverlässiger und professioneller Partner vor Ort mit über 10 Jahren Erfahrung bei der Planung und Durchführung von Trekking-Touren und Expeditionen. Mit Sudeep und fast all seinen Mitarbeitern war ich über die Jahre schon selbst mehrfach unterwegs und konnte mich daher von der Professionalität überzeugen. Sein Team besteht aus Trekking- und Climbing-Guides sowie Köchen und Trägern, die sich langfristig zu Guides hin entwickeln möchten. Die Weiterentwicklung der Mitarbeiter ist sowohl Sudeep als auch mir sehr wichtig, da es in den Bergen unerlässlich ist, sich auf hochqualifiziertes und loyales Personal verlassen zu können. Wir möchten jungen Nepalesen die Chance geben sich zu beweisen!

Sicherheit und Erfolg sind unsere primären Ziele bei der Planung und Durchführung von Touren. Erfahrung, eine gute Ausbildung und genügend Zeit vor Ort maximieren die Wahrscheinlichkeit beide Ziele zu erreichen. Alle Mitarbeiter im Team von Himalayan Yogi Adventure sind ausgebildete und zertifizierte Guides. Diese Ausbildung umfasst auch die Versorgung von Verletzten im Ernstfall, kulturelle Themen sowie ökologische Aspekte, so dass wir nicht nur sicher, sondern auch möglichst nachhaltig unterwegs sind.

Im Team wird Englisch, Deutsch und Spanisch gesprochen. Daher liegt der Fokus auf spanisch- sowie deutschsprachigen Kunden. Wir möchten uns nicht nur selbst weiterentwickeln, sondern auch unseren Gästen dabei helfen. Dies umfasst in erster Linie das persönliche Verschieben von physischen und mentalen Grenzen, aber auch die Schärfung für Nachhaltigkeits-Themen. Wir möchten Menschen für das Land Nepal begeistern und gleichzeitig darauf aufmerksam machen, dass die Schönheit dieses Landes nur dann bestehen wird, wenn wir uns dementsprechend verhalten.

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